Archive for September 2012

Geburtstagsparty mit Helge Schneider

September 2, 2012

Berlin, 30. August 2012 Helge Schneider hatte seine Fans in Berlin zu seiner eigenen Geburtstagsparty in den Sommergarten am Funkturm eingeladen. Der Wettergott hat sich noch einmal gnädig erwiesen, denn der Regen machte während des ganzen „bunten Abends“, wie Helge Schneider seine Party bezeichnet hat, eine Pause. Helge dirigierte sein eigenes Geburtstagslied, was seine Gäste in der Open-Air-Arena für ihn zum 57. Geburtstag anstimmten.

„Im Fernsehen mach ich mich zwar rar, doch bin ich immer für Euch da“ sagt Helge Schneider und sieht seinen Auftritt als kleine Entschädigung dafür, dass er aus gesundheitlichen Gründen die diesjährigen Berlin-Konzerte absagen musste. Der Sommergarten zeigte sich als einmalige Konzertbühne, da für die nächsten Tage hier die Internationale Funkausstellung ihre Pforten für die Besucher geöffnet hat.

„Rettung naht“ nennt „Superhelge“ seine kleine Tournee. Aber die Überschriften für die Shows sind Helge Schneider sowieso schnurz. Sie müssen halt etwas verrückt sein, so wie sich der grandiose Jazzer auch gerne seinem Publikum präsentiert. In der Ankündigung hieß es: „Dieses bunte Programm entspringt wieder ausschließlich Helges Hirn, ohne gefährliche Feuerwerkeffekte, nur mit Witz, Quatsch, Phantasie und einem tollen Outfit, eventuell auch zwei!“

Zwar wurden zum Ende seines Konzertes Helge Schneider aus Lärmschutzgründen die Lautsprecher abgedreht, aber dem grandiosen Abend mit dem begnadeten Musiker und Faxenmacher tat dies keinen Abbruch.

Helge Schneider kam mit sich selbst, der zuständig ist für eine Vielzahl von Instrumenten und den Quatsch, und einigen bekannten musikalischen Gästen. Im kleinen Trio fing der Abend an. So reichten Ira Coleman am Kontrabass und Willi Ketzer am Schlagzeug, um mit Helges Unterstützung, oft am Piano, einen satten Jazzsound zu erzeugen. Sein Texas-Song, seine absurden Schönheitschirurgie-Vorstellungen oder 100.000-rote-Rosen erfreuen durch seine irrsinnigen Texte und einer genialen Musik, die oft locker improvisiert erscheint.

Helge Schneider veräppelt sein Publikum, um nicht ein anderes Wort zu sagen. Dann rutscht auch schon mal ein Rülpser raus, wenn er nach dem Teetrinkgenuss nicht ganz so zufrieden war. All das lieben seine Fans aber so sehr! Der beliebte Teekoch Bodo Oesterling muss Helge wieder als Bühnendepp unterstützen.

Die begnadete dunkelhäutige „Butterscotch“ zaubert einen einmaligen Beatbox mit ihrem Mund. Wo diese Bass-Schlagzeug-Töne letztendlich wirklich im Körper entstehen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Scott Hamilton spielt Tenorsaxophon. Als Spezial-Guests hat Helge wieder Pete York mit seinem Schlagzeug und seiner Stimme eingeladen. Am Tenorsaxophon war der sensationelle, auch nicht mehr ganz junge, Tyree Glenn junior dabei, der seinen Auftritt stolpernd fast auf der Krankenstation beendet hätte. Natürlich fehlte auch nicht der langhaarige Yeti-Mensch, Sergey Gleitman, der mit seinen elastischen Knien so manches Tänzchen vollführte. Aber auch Helge zeigt ab und an seinen federnden Tanzschritt, wenn er sich von den jazzigen Klängen seiner Musikerkollegen überwältigt sah. Die musikalisch hochwertige Krönung des Abends war der Auftritt des bekannte Trompeters Till Brönner.

Der Meisenmann und der Telefonmann, die Grönemeyer-Interpretation und die herrliche Udo Lindenberg Interpretation rundeten diesen bunten Abend mit dem Komiker Helge ab. Im Finale sind alle musikalischen Größen vereint. Ein typischer Helge Schneider Abend, der aber immer etwas ganz Besonders ist! Bei dieser Geburtstagparty kam die musikalische Genialität von Helge Schneider so richtig zur Geltung!

Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de)

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LaLeLu: „Pech im Unglück – a-cappella-Lebensberatung“

September 2, 2012

…und so eine Art Taufe in der ufa-Fabrik…

Berlin-Tempelhof, 15. August 2012 Die a-cappella-Sensation „LaLeLu“ aus Hamburg hat im Hafen der Tempelhofer ufa-Fabrik zur Schiffstaufe angelegt. Seit 1995 ist die Musik-Comedy-Gruppe erfolgreich im deutschsprachigen Raum unterwegs. Der gesangsstarke Opernbariton Frank Valet ist neu zu der Gruppe gestoßen und hat, nach intensiven Proben für das zehnte Programm, in Berlin seine Feuertaufe bestens bewältigt. Das Berliner Premierenpublikum hat den zweistündigen Musikabend und die Taufe des Neulings mit tosendem Applaus gefeiert.

LaLeLu (Promo-Foto: c Marco Grundt)
LaLeLu (Promo-Foto: c Marco Grundt)

LaLeLu sind eine Frau und drei Männer: Sanna Nyman, Tobias Hanf, Jan Melzer und Neuzugang Frank Valet. Von Anfang an war das Berliner Publikum begeistert, wie die Gruppe musikalisch und witzig die a-cappella-Lebensberatung präsentierte. Launig und hintersinnig wird über Rollenklischees bei Spaziergängen erzählt, Pechvögel besungen, der Neuzugang Frank als lebendes Schlagzeug eingesetzt und Jan erzeugt stimmlich perfekt die Rockgitarre mit seinem Mund. Klassische Musik, Rock, Pop, Jazz und Blues alles nur mit der eigenen Stimme: Bei den vielfältigen Musikpräsentationen gibt es keine Grenzen. Die Show ist perfekt abgestimmt zwischen abwechslungsreicher Musik und kurzweiliger Clownerie. Man merkt kaum die Übergänge der Showeinlagen. Ein unsichtbarer roter Faden zieht sich durch eine gut inszenierte Vorstellung. Eine hervorragende Regieleistung von Lukas Langhoff konnte hier bewundert werden.

Die neue Sommerbühne bietet den perfekten Rahmen für die Künstler. LaLeLu bewegen sich gesanglich auf hohem Niveau und bei den Comedyeinlagen ist die Spielfreude der wichtigste Begleiter. Sie schlüpfen in unterschiedliche Rollen. Dabei spielt besonders der Baß Tobias seine Trümpfe aus, wenn er jede Menge Stimmen von Prominenten einmalig imitiert, auch mal zur Querflöte greift oder als nervender Sohn jede Menge Eis vom Vater erbettelt.

Der weibliche Part, die Finnin Sanna Nyman, zeigt ein beachtliches gesangliches Spektrum. Mit viel Eleganz und Grazie spielt sie selbstironisch mit ihren männlichen Kollegen. Bei LaLeLu kann sich jeder selbst auf die Schippe nehmen und hat dabei noch viel Freude.

Auch wenn der erste Teil des Programms an ganz kleinen Stellen noch nicht ganz rund war und kleine Abläufe noch nicht perfekt abgestimmt waren, war es eine grandiose Gesamtleistung in der Neubesetzung der Gruppe. Übrigens ist Frank Valet für Sören Sieg zu den Musikunterhaltern gestoßen, der sich nach wie vor für den Text und die Musik verantwortlich zeichnet. Sören konzentriert sich jetzt auf seine schriftstellerischen Tätigkeiten.

Zum Abschluss der Show wurden an die einhundert Lieder, ein Potpourri von Evergreens und aktuellen Hits der unterschiedlichen Stilrichtungen, dem begeisterten Publikum geschenkt.

Unterhaltung die wirklich unterhält und glücklich macht! LaLeLu lohnt sich immer wieder! So können sich die Berliner schon auf die Weihnachtsshow bei den Wühlmäusen freuen.

Thomas Moser – BerLi-Press

http://www.lalelu.de