Archive for Dezember 2011

Roncalli Weihnachtscircus: Kurzweilige weihnachtliche Spitzenunterhaltung!

Dezember 18, 2011

Tempodrom-Berlin, 17. Dezember 2011 Der 8. Original Roncalli Weihnachtscircus hat wieder in Berlin sein Zelt aufgeschlagen. Das Zelt ist zwar ein festes Gebäude, aber das zeltähnliche Tempodrom am Anhalter Bahnhof ist wie geschaffen für eine weihnachtliche Circusromantik.

Der Roncalli Weihnachtscircus bringt weihnachtliche Atmosphäre in die Hektik der Großstadt. Die Schneekönigin erzählt eine Geschichte und die Schneeflocken tanzen. Die Show kann beginnen und die ersten Künstler zeigen ihr Können: leichtfüßige Akrobatik, Hula Hopp von Geraldine Philadelphia und die Handstandkünste der 19-jährigen Italienerin Clio Tognis, die aus einer Zirkusfamilie stammt und deren Beine nicht enden wollen. Aus der Familie des Roncalli-Impresarios Paul stammen Vivi und Lili Paul, die schon von Kindesbeinen an in die Zirkus-Luft gegangen sind. „Roncalli´s Young Generation“ präsentiert ein schwungvolles und grandioses Opening.

Wolfgang Lauenburger, der auch aus einer der ältesten Zirkusfamilien Deutschlands stammt, ist „auf den Hund gekommen“. Mit seiner quirligen und liebenswerten Meute von Mischlingshunden begeistert er Jung und Alt. Jeder Hund bleibt ein Individuum, wenn Sprünge vollführt werden und die Hundeparade durch die Manege läuft. Weihnachten als Zeit der Besinnung nutzt der Schweizer Komiker Baldrian, um den Zuschauern Langsamkeit und Zeit zu schenken. Die gefühlvolle Clownerie ist im höchsten Maße unterhaltsam und kurzweilig. Man kann es körperlich nachvollziehen, wie der Comedian beim Betrachter das Tempo des Alltags entschleunigt.

Roncalli und dem Gründer und Urvater Bernhard Paul ist es einmal mehr bei diesem Weihnachtscircus gelungen, mit einer modernen aber doch romantischen Show, stilsicher die einzelnen Spitzenelemente der Show zu verbinden. Das nicht alltägliche Seilhüpfen in einer 3-Seil-Kombination hat die Truppe Sokolov bis zur Perfektion präsentiert. Atemberaubend sind dann die Schleuderbrettnummern, wenn der Gründer der Gruppe Dimitry Sokolov selbst den Doppelsalto auf Stelzen steht. Bei der Kopf-auf-Kopf-Show der „Azzario Sisters“ betört die schier grenzenlose körperliche Kraft der grazilen Frauen, mit der auch über eine wacklige Leiter gegangen wird. Bei dem spanischen Duo kann der Zuschauer kaum zwischen Oben und Unten unterscheiden. Der australische Holzfäller-Clown Rob Spence überrascht das Publikum immer wieder. Die Pantomime mit dem Luftballon ist etwas ganz Besonderes und begeistert die Zirkusgäste!

Die weihnachtliche farbenfrohe Show präsentiert sich in einem musikalisch modernen Rahmen und ist kein bisschen angestaubt. Trotz der pausenlosen Höhepunkte zeigt sich die atemberaubende Show in einer gefühlvollen Verpackung.

Die „Flight of Passions“ zeigen eine Poesie mit perfekter Körperbeherrschung und Leidenschaft, wenn sie als Einheit ihre Pirouetten in luftiger Höhe drehen: „Perfekt choreographiert, romantisch, ausdrucksstark, faszinierend und einfach wunderschön“, heißt es passenderweise im Programm. Fabricio Nogueira präsentiert eine einmalige nostalgische Fahrradnummer, bei dem er in einer schwebenden nach unten offenen Holzlattenarena seine Runden dreht. Der smarte Engländer und Fußballzauberer Jemile Martinez jongliert mit bis zu fünf Bällen und die Österreicherin Doris Kirschhofer beherrscht das Vertikaltuch mit großer Perfektion. Die Regisseurin und Multikünstlerin Doris Kirschhofer verbindet mit ihrer besonderen Art von Artistik und Tanz beim Weihnachtscircus die Showelemente zu einem leckeren Weihnachtsplätzchen.

Das große „Roncalli Royal Orchestra“ wird mit seiner musikalischen Klasse selbst zur Sensation, wenn die Zuschauer mit den artistischen Attraktionen in eine andere Welt entführt werden.

Roncalli und Veranstalter „Semmel Concerts“ hatte zur Premiere eingeladen. So ließen sich es sich auch Promis wie Comedian Markus Majowski, Schauspieler Moritz Lindbergh und VOX-Moderatorin Enie van de Meiklokjes nicht nehmen, sich von den circensischen Schneeflocken verwöhnen zu lassen. Auch wurden für Kinder von bedürftigen Familien 500 Freikarten für Heiligabend verschenkt, damit etwas mehr Glanz diese kleinen Seelen verzaubert.

Wer einmal Roncalli gesehen hat, der kommt von der „Droge Roncalli“ einfach nicht mehr los. So kann die Empfehlung nur lauten: Wer eine ganz besondere Art von Weihnachtsstimmung erleben möchte, der muss zum Roncalli Weihnachtscircus in das festlich geschmückte Tempodrom gehen und es selbst erleben. Schneeflockenromantik und jede Menge Lust und Liebe münden in ein finales Feuerwerk und einem poetischen Ende. Frohe Weihnachten!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

Noch bis zum 3. Januar 2012 im Berliner Tempodrom!

http://www.roncalli.de/weihnachtscircus

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Wladimir Kaminer: Ein literarisches Heimspiel vor begeistertem Publikum!

Dezember 14, 2011

Berlin-Neukölln, 9. Dezember 2011 Wer will die Geschichte vom russischen Bären hören, der Fahrrad fährt? Der muss zur Lesung von Wladimir Kaminer gehen! Die Lesereise 2011 führte den Schriftsteller auch in seine Wahlheimatstadt Berlin. Wladimir Kaminer gibt sich die Ehre und wird im ausverkauften Neuköllner Heimathafen begeistert begrüßt. Hugendubel am Hermannplatz hat ihn eingeladen.

Das Berliner Bildungsbürgertum, vorwiegend das Weibliche, hat sich im Saalbau an der Karl-Marx-Straße zur lustvollen Lesung des Deutsch-Russen getroffen. Wer jemals schon eines seiner Bücher aufgeschlagen hat, konnte das pure sprachliche Vergnügen der Kurzgeschichten erleben. Ob „Russendisko“, sein erstes Buch, oder „Mein Leben im Schrebergarten“, Kaminer schaut den Menschen von Nebenan „auf die Schnauze“.

Wladimir Kaminer ist nicht nur mit dem Büchlein „Russendisko“ bekanntgeworden. Seine Leidenschaft ist die echte Russendisko, wo er einen Mix aus alter und neuer russischer poppiger Musik mit viel Temperament bietet. Seine CDs lassen wohl keinen Tanzmuffel auf dem Stuhl sitzen. Sein neuestes literarisches Werk heißt „Liebesgrüße aus Deutschland“. Hier überlegt Kaminer, wie andere Völker ohne den Begriff der „Einverständniserklärung“ auskommen oder schreibt beispielsweise über den deutschen Mann und über deutsche Möbel.

Unter dem Motto „Typisch deutsch und trotzdem lustig“ kann der Schriftsteller viel erzählen und hat dabei großes Verständnis für die Schrullen und Besonderheiten in seiner Wahlheimat. Was ist die Besonderheit von Wladimir Kaminer? Mit verschmitztem Hintersinn, vollem Körpereinsatz, angedachten Halbsätzen und Andeutungen erzählt er ironisch und hintersinnig. Seine Liebe zu Berlin kann man mit allen Fasern spüren und wird durch sein gebrochenes Deutsch mit russischem Akzent so richtig glaubwürdig. Aber wirklich beschreiben kann man Kaminer nur sehr unvollkommen; man sollte ihn einfach lesen!

Wladimir Kaminer ist 1967 in Moskau geboren, lebt seit 1990 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und ist die meiste Zeit mit Lesungen und Vorträgen, gerne auch mal weltweit, unterwegs. Kaminer erzählt vom Kirchentag in Dresden, wo er mit seiner Russendisko eingeladen wurde. Kaminer freut sich dort auf die vielen „Fandfinder“, die für Ordnung sorgen sollen, die sich dann doch als „Pfadfinder“ entpuppt haben.

Das Publikum lacht schon im Vorgriff auf angedeutete Gags. Seine Geschichten erzählen von Ehefrau Olga und den Schrebergartenerfahrungen, seinen Kindern im Schulbetrieb, dem Leben auf der Schönhauser Allee und den Kehrwochen der Berliner Schwaben. Das Publikum liebt Kaminer, liebt seine witzige und eher leise Art, wie er die Sachen des Alltags aufs Korn nimmt. Die Zuhörer tauchen in die Welt Kaminers ein, gehen mit ihm auf Reisen und erleben einen kurzweiligen unterhaltsamen Abend. Eine liebenswerte „One-Man-Show“ des literarischen Unterhalters Wladimir Kaminer!

Thomas Moser -BerLi-Press- (www.berli-press.de)

http://www.wladimirkaminer.de

http://www.russendisko.de

http://www.heimathafen-neukoelln.de